Die Winterkönigin

21. Sarenith 4713 - Feuertag

Prolog - Ein Tag in Heldren

Eine sanfte Sommerbrise wehte durch ihr zu einem Dutt verknotetes, blondes Haar. Schnellen Schrittes überquerte sie den gepflasterten Dorfplatz und hielt auf die Schmiede zu. Isker würde wissen, wie die derzeitige Situation einzuschätzen ist. Niemand sonst im Dorf verfügt über seine Erfahrung, die man nur durch jahrelangen Dienst an der qadirischen Grenze erhalten kann.

Nicht nur die Berichte von aus dem Grenzwald zurückkehrenden Jägern über unnatürlich kaltes Wetter, welches vor ein paar Tagen dort hereingebrochen ist – und das mitten im Hochsommer! – machten ihr Sorgen. Der Kälte folgten starke Schneefälle und wer aus dem Wald zurückkam, berichtete von seltsamen Vorgängen und neuen, gefährlichen Raubtieren. Mütterchen Theodora behauptete, dass finstere Zeiten bevorstünden. Wie zum Beweis dieser Schreckensprophezeiung traf vor einer Stunde ein übel verwundeter Soldat im Ort ein, der behauptet, als Leibwächter für die Edle Argentea Mallasene gearbeitet zu haben als diese nahe dem Waldrand von Räubern und fremdartigen Winterkreaturen angegriffen worden seien.

Sie musste sich hiervon selbst ein Bild machen und würde nach dem Besuch von Isker weiter zur Weidenapotheke gehen, in der sich der Verwundete abgeschirmt vor der übrigen Dorfbevölkerung erholte.

Morgen war Sterntag, Zeit für die wöchentliche Ratsversammlung; dort würde sie ihre Befürchtungen zur Sprache bringen und gemeinsam mit den anderen Ratsmitgliedern an einer Lösung arbeiten.

Comments

Echidnah

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.