Die Winterkönigin

24. Sarenith – Mondtag (Enya)

Räuberlager gesichert, aber Dampski tot

Unsere Suche nach der Adeligen ist immer noch nicht von Erfolg gekrönt. Als wir heute diese Jagdhütte entdeckt hatten, dachte ich erst, wir hätten es geschafft, aber die Fußspuren gehen hinter der Brücke noch weiter. Aber das werden wir erst morgen in Angriff nehmen können, da ein Mephit als Brückenwächter – Ulok hat ihm den ziemlich treffenden Spitznamen „Wischmop“ gegeben – vorher uns, und im speziellen Ulok und seinem Purzel, übel zugesetzt hat. Bleviar hatte sich da doch bequemt seinen Schönheitsschlaf zu unterbrechen, sonst wäre der Kampf sicher tödlich für unseren Halb-Ork ausgegangen. Von daher werde ich ihm wohl verzeihen müssen, dass er sich nach dem Essen ganz schnell aus dem Staub gemacht hat und alle Arbeiten uns anderen überlassen hat.

Diese Jagdhütte, in der wir heute übernachten, gehörte übrigens tatsächlich den Räubern vom Karawanenüberfall der Adeligen. Wir haben unterwegs drei Räuber getroffen, die uns ein bisschen was zu ihrer Truppe, ihrem Unterschlupf und dem Überfall erzählen konnten (Nachdem wir ihnen klarmachen konnten, dass wir nicht die taldoranische Armee sind und nicht hinter ihnen persönlich her sind). Neben den Räubern haben wir unterwegs leider auch den toten Dampski gefunden. Wenn wir zurück sind in Heldren, muss ich daher Ionnia Teppen bitten eine dauerhafte Bleibe für die beiden Kleinen zu finden.

Die restliche Räuberbande war leider nicht so gesprächig. Wir hatten lange … Okay, SEHR lange darüber debattiert, wie wir am besten vorgehen sollen. Wir haben uns sogar die Zeit genommen in Ruhe Orillus die Hütte ausspähen zu lassen. (Orillus war so nett uns zu begleiten, damit wir jemanden dabeihaben der Fallen, wie die an der Kiste, entschärfen kann). Keiner von uns wollte die Möglichkeit vertun auf friedliche Weise die Adelige zu retten. Nachdem aber die Räuber direkt das Feuer eröffnet haben als sich Ulok und Bleviar der Jagdhütte näherten, sahen wir uns gezwungen die Räuber schnell zu überwältigen. Es haben auch alle überlebt, bis auf die, die vom ihrem eigenem Anführer – ein Nekromant mit Namen Rohkar – später getötet wurden (nur um gleich wieder als Untote gegen uns geschickt zu werden).

Neben einem Nekromanten hielt die Jagdhütte aber noch weitere Überraschungen für uns bereit. So waren im Obergeschoß zwei blau leuchtende Skelette, wie mir Lydia erzählt hatte, die vor allem durch ihre Kältemagie ihr und den anderen stark zugesetzt hatte. Direkt daneben in dem Vorratsraum wurde eine dieser eisberührten Feen gefangen gehalten. Viel zu erfahren gab es bei ihr aber nicht. Schlimmer ist, dass ich Ulok nur knapp davon abhalten konnte sie zu befreien! Und da zumindest ich mich nicht traue mich nochmal Ulok in den Weg zu stellen bei seinem Bestreben sie zu befreien, wird sie wohl morgen freikommen. Denn der einzige, der Ulok aufhalten könnte, ist Bleviar, und der tut nichts dergleichen.

Besonders interessant fand ich aber eine Karte an der Wand, die den Teil des Grenzwaldes zu zeigen scheint, der von dem Wintereinbruch betroffen ist. Inklusive einer gestrichelten Markierung, die mit den Fußspuren übereinstimmt, denen wir bisher gefolgt sind. Demnach wartet laut Karte noch eine lange Strecke auf uns, bis wir hoffentlich die Adelige finden und retten können.

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Echidnah

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