Die Winterkönigin

25. Sarenith – Mühtag (Enya)

Böse Weihnachtsbäume und Puppen

Nach dem Frühstück fiel uns ein, dass Orillus eine Falltür unter dem Bärenfell entdeckt hatte. Und zu unserer Überraschung wurde dort die Adelige gefangen gehalten! Wobei ich insgeheim froh bin, dass wir sie erst heute befreit haben, da ich ungern mir diese Diva schon gestern angehört hätte. Aber da die Adelige nun doch hier in der Jagdhütte war, wohin führen dann die Fußspuren und die Karte? Wir beschlossen, dass nur Orillus die Adelige und Zehnpfennig sicher nach Heldren begleiten soll, während wir versuchen wollten das Geheimnis der Karte zu lüften. Da die Markierung ins Zentrum des Kältekreises führt, könnten wir vielleicht sogar den Winter aufhalten.

Wir überquerten daher die nun unbewachte Brücke und drangen tiefer in den Wald hinein. Auf einer Lichtung warteten drei dieser blau leuchteten Skelette auf uns, die aber für unseren blau schimmernden Purzel (sah der auch gestern schon so aus?) kein Hindernis darstellten. Bleviar war der Ansicht, dass die Skelette irgendwas bewacht haben mussten. Ich glaube zwar, sie sollten uns einfach nur aufhalten – wer auch immer hat durch den Wischmop und die von Ulok befreite Fee (ich wusste, Bleviar würde ihn nicht aufhalten) garantiert genug Informationen über uns erhalten -, aber natürlich half ich gerne eine halbe Stunde sinnlos im Schnee zu buddeln.

Als wir dann endlich (natürlich ohne etwas gefunden zu haben) weitergezogen sind, kamen wir zu einem Gebirgspfad, der übersäht war mit Spuren eines Kampfes. Und tatsächlich haben wir in einem Gebüsch die Überreste von Dreidenkäp gefunden. Ich brauchte gar nicht erst auf das Ergebnis der Spurenuntersuchung von Lydia zu warten, ich wusste auch so, dass der Jäger sich trotz meiner Warnung erneut mit dem Wiesel angelegt und nun endgültig verloren hatte. Da wir nichts mehr für ihn tun konnten, zogen wir weiter.

Ein gutes Stück des Weges gelangten wir an eine vom Schnee befreite Fläche mit ganz vielen „Maulwurfshügeln“. Diese beinhalteten die Setzlinge einer Art „ganz bösem Weihnachtsbaum“, wie sich Lydia ausdrückte, die uns auch zugleich angriffen, um uns als Dünger verwenden zu wollen. Sie stellten aber soweit erstmal keine Gefahr dar und ohne Dünger hätten wir noch genug Zeit uns auch noch später um die Setzlinge zu kümmern.

Den Spuren folgend gelangten wir zu einer von einem Hirsch ausgelösten Bärenfalle. Mir kam der weiße Elch in den Sinn, aber da wir uns eh nicht einig waren, was wir mit ihm hätten anstellen sollen, ließen wir die Spuren links liegen. Purzel hatte noch zwei Bärenfallen, die vermutlich für uns ausgelegt worden waren, gefunden, sonst wartete hier aber nichts mehr auf uns.

Wir gelangten nun auf eine deutlich größere Lichtung, die zudem übersäht war mit Eisblöcken verschiedenster Größen. Ein kleines, verängstigtes Mädchen, das sich später als Spukerscheinung herausstellen sollte, versteckte sich hinter den Eisblöcken und hielt uns augenscheinlich für jemand anderes. Während Ulok und Bleviar eine Hütte mit einer Puppe untersuchten, die sich auf einem aufgeschütteten Hügel befand, versuchte ich mehr von dem Mädchen zu erfahren. Das Mädchen sagte was von „Ich will nach Hause“ und „Ich will Eure blöde Puppe nicht“. Ich erinnerte mich an die Erzählungen von Yuln Oerstag, dass Irrisens Grenzen von sogenannten Wächterpuppen bewacht werden und jetzt die Zeit wäre, wo Baba Jaggas neue Tochter an die Macht kommen soll. Vielleicht gehört die Spukerscheinung zu dieser neuen Tochter? Aber was machte dieser Puppenwächter hier in der Gegend?

Da die Puppe aber harmlos erschien, wollten wir nachsehen was als nächstes kam, aber dann passierte mehreres auf einmal: Ulok löste eine Art Sprengfalle aus, und Bleviar schien die Puppe geweckt bekommen zu haben. Es folgte ein heftiger Kampf, der uns die letzten Reserven kostete, dann war der Spuk vorüber. Wir entschieden uns hier in der Jagdhütte erstmal zu erholen und erst morgen zu sehen, wohin die Spuren wohl führen.

Comments

Echidnah

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.